Die Nationalspieler müssen sich auf einen neuen Spielrhythmus einstellen. Länderspiele finden ab sofort nicht mehr mittwochs, sondern dienstags statt. Zudem gesellt sich zum Samstag nun auch der Freitag als Spieltag. Joachim Löw begrüßt die Änderung.
Der Fußball-Weltverband FIFA machte bei der Sitzung seines Exekutivkomitees am 29. September 2009 in Rio de Janeiro den Weg für einen neuen Rhythmus bei Doppel-Länderspieltagen frei.
So bestreitet die deutsche Nationalmannschaft demnach ihr erstes EM-Qualifikationsspiel gegen Belgien in Brüssel am Freitag, den 3. September. Am Dienstag, den 7. September tritt die DFB-Elf dann gegen Aserbaidschan in Köln an. Anstoß ist jeweils um 20.45 Uhr (live in der ARD).
Dem Bundestrainer kommt diese neue Konstellation sehr gelegen: "Das ist völlig akzeptabel. Für die Vereinstrainer ist es besser, wenn dienstags statt mittwochs gespielt wird, da die Nationalspieler einen Tag mehr Vorbereitung in ihren Klubs haben."
Die FIFA regiert damit vor allem auf den Druck der europäischen Vereine und zeigt sich kompromissbereit. Die künftige Termininierung kostet die Nationaltrainer zwar einen Tag Zusammensein mit ihren Auswahlmannschaften, bringt den Vereinen allerdings den Vorteil, die Spieler einen Tag früher für ihre Ligaspiele zurück im Mannschaftstraining begrüßen zu können.
Vor der FIFA hat bereits die UEFA bei ihrer Exekutivkomiteesitzung am 15. September 2009 den neuen Rhythmus gebilligt. Eine der treibenden Kräfte dahinter war der damalige Manager und heutige Präsident des FC Bayern München Uli Hoeneß.
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger spricht ebenfalls von einem Zugeständnis der FIFA und der UEFA an die Vereine. Gleichzeitig will er die Neuansetzungen der Spieltage aber nicht als Reaktion auf Hoeneß´ Forderungen verstanden wissen: "Diese Änderung wurde schon lange vor den jüngsten Äußerungen des Herrn Hoeneß geplant. Ich denke, dass diese Entscheidung jedoch ein weiterer ausgleichender Schritt im permanenten Spannungsverhältnis zwischen den Klubs auf der einen und den Nationalverbänden auf der anderen Seite ist", so Zwanziger.
MODUS: Die Sieger der neun Gruppen sowie der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt für die EM. Da sechs Gruppen aus sechs Teams, drei aber nur aus fünf Mannschaften bestehen, werden bei der Ermittlung des besten Gruppenzweiten die Ergebnisse gegen den Tabellensechsten in den größeren Gruppen nicht gewertet.
RELEGATION: Die übrigen acht Gruppenzweiten ermitteln in Hin- und Rückspiel die letzten vier Endrundenteilnehmer. Die Paarungen für die Relegation werden ausgelost.
SPIELTAGE: Erstmals finden die Qualifikationsspiele immer freitags und dienstags statt wie bisher am Samstag und Mittwoch. Damit wird einem Wunsch der Vereine Rechnung getragen, die über eine zu kurze Pause für ihre Nationalspieler zwischen den Mittwoch-Partien und der Fortsetzung des Ligabetriebes geklagt hatten.