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10. Februar 2012
 

Sport

 
Yann M'vila(l) und Adil Rami. Quelle: reuters
Verwirrung bei den Franzosen

Fußball - Euro 2012

Frankreich auch mit Blanc weiter auf Talfahrt

WM-Finalisten souverän - Türkei stark

Frankreich ist der Neubeginn nach der blamablen WM gründlich misslungen. Die "Blauen" unterlagen in Paris Weißrussland mit 0:1. Portugal ließ sich von Zypern mächtig ärgern. Dagegen feierten Spanien, England und Holland einen Auftakt nach Maß.

 
 
 
 

Der entthronte Weltmeister Italien mühte sich zu einem 2:1 (1:0) in Estland und stand beim Pflichtspiel-Debüt des neuen Trainers Cesare Prandelli lange am Rande einer Niederlage.

 

Portugal kriegt gerade noch die Kurve

Auch Portugal ist nur knapp an einer Pleite vorbeigeschrammt. Beim 4:4 (2:2)-Torfestival in Guimaraes gegen Zypern musste die Mannschaft zweimal einem Rückstand hinterherlaufen. Der Bremer Bundesliga-Profi Hugo Almeida steuerte einen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich bei. Die Zyprioten waren durch Efstathios Aloneftis und Michalis Konstantinou zweimal in Führung gegangen.

 
Ricardo Carvalho (l) und Raul Meireles (m). Quelle: reuters
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Portugal tut sich gegen Zypern schwer

Raul Meireles glich für den Vize-Europameister von 2004 zum 2:2 aus. Danny brachte die Portugiesen erstmals in Führung. Yiannis Okkas erzielte aber erneut den Ausgleich für Zypern, doch Manuel Fernandes brachte die Gastgeber wiederum in Führung, ehe Andreas Avraam den 4:4-Endstand herstellte und die Überraschung perfekt machte.

Klaas-Jan Huntelaar. Quelle: imago
imago
Klaas-Jan Huntelaar

Drei Tore von Huntelaar

Frankreich blamiert sich dagegen weiter nach Kräften und verlor ohne die vom Verband gesperrten Stars wie Franck Ribéry (Bayern München) 0:1 (0:0) gegen die vom deutschen Coach Bernd Stange betreute Auswahl Weißrusslands. Trainer Laurent Blanc verpatzte durch das Gegentor von Sergej Kisljak (86.) nach dem 1:2 in Norwegen zum Auftakt auch sein erstes Pflichtspiel. Der dritte europäische WM-Versager England kam nach einem Dreierpack von Jermain Defoe (2. /61./86.) und einem Treffer von Adam Johnson (83.) zu einem am Ende souveränen 4:0 (1:0) gegen Bulgarien.

 

Mann des Tages der Niederländer in San Marino war der Neu-Schalker Klaas-Jan Huntelaar. Der Stürmer, vom deutschen Vize-Meister Schalke 04 für 14 Millionen vom AC Mailand verpflichtet, war beim 5:0 (2:0) dreimal erfolgreich (38./48./67.). Der Hamburger Ruud van Nistelrooy wurde in der 68. Minute eingewechselt und war bei seinem Comeback nach zwei Jahren direkt erfolgreich (90.+1). Dirk Kuyt hatte die Holländer per Strafstoß in Führung gebracht (16.).

 

Kein Schützenfest in Liechtenstein

Spanien kam dank seiner Stürmerstars zu einem ungefährdeten 4:0 (2:0)-Startsieg in Liechtenstein. Fernando Torres war zweimal erfolgreich (18./54.), David Villa, Torschützenkönig der letzten EM, war zum 2:0 erfolgreich (26.) und holte mit seinem 44. Länderspieltreffer Spaniens Rekordtorschützen Raul von Schalke 04 ein. Außerdem war David Silva (62.) für die Furia Roja erfolgreich. Die Iberer begannen mit neun Spielern aus der Startelf des WM-Finales (1:0 nach Verlängerung gegen die Niederlande).

 
Fabio Quagliarella(l) und Martin Vunk. Quelle: ap
ap
Italien gewinnt 2:1 in Estland

Neben Huntelaar und van Nistelrooy trafen zahlreiche weitere Bundesliga-Legionäre. Der Stuttgarter Pawel Pogrebnjak bewahrte Russland mit seinem Doppelpack (16./64., Elfmeter) zum 2:0 (1:0) beim Fußball-Zwerg Andorra vor einer Blamage beim Pflichtspiel-Debüt des früheren Gladbacher Bundesliga-Trainers Dick Advocaat. [

 

Petric und Olic lassen Kroaten jubeln

Beim Sieg der Türkei in der deutschen Gruppe A in Kasachstan steuerte der Münchner Hamit Altintop den Treffer zum 2:0 bei (26.). Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko vom VfL Wolfsburg sorgte beim 3:0 (3:0) der Bosnier in Luxemburg bereits in der 16. Minute für den Endstand. Für Kroatien trafen beim 3:0 (1:0) in Riga gegen Lettland gleich zwei Bundesliga-Profis.

 

Der Hamburger Mladen Petric (43.) und der Münchner Ivica Olic (51.) legten mit ihren Toren den Grundstein zum Sieg. Der Karlsruher Zweitliga-Profi Alexander Iaschwilli traf beim 1:1 (1:0) in Griechenland zur Führung Georgiens. Für die Griechen war es das erste Pflichtspiel nach neunjähriger Amtszeit des deutschen Trainers Otto Rehhagel.

 

Rot für Hyppiä

Dagegen war der Leverkusener Sami Hyypiä der Sündenbock Finnlands. Der Routinier sah beim überraschenden 0:2 (0:0) der Finnen in der Republik Moldau beim Stande von 0:0 in der 36. Minute die Rote Karte und leitete die Niederlage damit ein.

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DFB-Elf: Glanzlos, aber erfolgreich
 

Irlands Teammanager Giovanni Trapattoni meldete sich mit einem 1:0 (0:0) in Eriwan gegen Armenien auf der Trainerbank zurück. Der ehemalige Bayern- und VfB-Coach Trapattoni saß wieder auf der Bank der Iren, nachdem er zuletzt aufgrund einer Magen-Operation beim Länderspiel im August kurzfristig passen musste. Mit einem 0:0 endete das deutsche Trainer-Duell zwischen Ottmar Hitzfeld (Schweiz) und Holger Osieck (Australien) in St. Gallen.

 

Italien zittert

In Tallinn durfte Außenseiter Estland gegen die Italiener nach dem Tor von Sergej Zenjov (32.) von einer Sensation träumen. Der von Prandellis Vorgänger Marcello Lippi nicht berücksichtigte Antonio Cassano (60.) und der bei der WM nicht zum Einsatz gekommene Leonardo Bonucci (63.) drehten das Spiel aber noch für die Italiener, bei denen der Stuttgarter Cristian Molinaro in der Startformation stand.

 
 
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